Zuletzt aktualisiert am 10.06.2021

Wie funktioniert die Impfung?

Der Impfstoff ermöglicht dem Körper, eine speziell gegen das Virus gerichtete Immunabwehr aufzubauen. Sobald der Körper dem Virus ausgesetzt ist, kann er es mit der Immunabwehr bekämpfen und eine Erkrankung verhindern. Der Impfstoff wirkt in der gleichen Weise auf das Immunsystem wie das Virus, ohne jedoch die Krankheit zu verursachen.

Corona-Impfstoffe

Die Schweiz hat sich bisher fünf Impfstoffe mit Verträgen gesichert

Die Schweiz hat verschiedene Verträge mit Impfstoffherstellern abgeschlossen. Werden die Impfstoffe von Swissmedic zugelassen, erhält die Schweiz 2021 aufgrund des Vertrages die Anzahl reservierter Impfdosen. Die Impfstoffhersteller liefern sie Schritt für Schritt – über mehrere Monate verteilt:

  • Pfizer/BioNTech: 6 Millionen Impfdosen
  • Moderna: 13,5 Millionen Impfdosen für das Jahr 2021 und 7 Millionen für das Jahr 2022
  • Curevac: 5 Millionen Impfdosen
  • AstraZeneca: 5,3 Millionen Impfdosen
  • Novavax: 6 Millionen Impfdosen

Die Schweiz hat somit im Jahr 2021 genügend Impfstoffe für die gesamte Bevölkerung. Für das Jahr 2022 werden ebenfalls ausreichend Impfstoffe besorgt, um Erst- und allfällige Auffrischungsimpfungen anzubieten.

Zurzeit setzt der Bund insbesondere auf mRNA-Impfstoffe zum Schutz der Schweizer Bevölkerung. Diese Impfungen erweisen sich als hochwirksam und gut verträglich. Da die Impfstoffproduktion und -Verfügbarkeit viele Unsicherheiten birgt, berücksichtigt der Bund weiterhin unterschiedliche Impfstofftechnologien verschiedener Impfstoffhersteller. Der Bund bleibt mit verschiedenen Impfstoffherstellern im Gespräch.

Alle Impfstoffe werden von Swissmedic sorgfältig geprüft

In der Schweiz ist die Heilmittelbehörde Swissmedic für die Zulassung zuständig. Sie entscheidet, ob ein Impfstoff für die Schweizer Bevölkerung zugelassen wird. Kann Swissmedic die Wirksamkeit, die Sicherheit und die Qualität eines Impfstoffes bestätigen, erteilt sie die Marktzulassung für die Schweiz.

In einer ausserordentlichen Situation wie einer Pandemie muss ein Impfstoff trotz aller Dringlichkeit die üblichen Prüfungen bestehen. Der Prüfprozess kann dazu stark beschleunigt werden: Für die Pandemie setzt Swissmedic die „rollende Zulassung“ ein. Rollend, weil die Daten der Impfstoffhersteller fortlaufend eingereicht und durch Swissmedic sofort geprüft werden. Aber bei der Sicherheit gibt es keine Kompromisse – die Prüfkriterien bleiben unverändert.

Was es braucht, damit eine Impfung in der Schweiz zugelassen wird, zeigt dieses Video:

Wie wird die Sicherheit von Impfstoffen überwacht?

Nachdem ein Impfstoff zugelassen wurde, kann dieser verimpft werden. Um die Sicherheit des Impfstoffs zu gewähren, wird der Prozess genau beobachtet und kontrolliert.
Was es für die Impfstoffüberwachung braucht, zeigt dieses Video:

Impfstoff von Pfizer/BioNTech («Comirnaty»)

Das deutsche Unternehmen BioNTech entwickelt und produziert den Covid-19-Impfstoff gemeinsam mit dem US-amerikanischen Pharmakonzern Pfizer. Pfizer/BioNTech liefert der Schweiz schrittweise 6 Millionen Impfdosen, erste Impfungen begannen im Dezember 2020. Resultate der klinischen Studien zeigten, dass der Impfstoff das Risiko, am Coronavirus zu erkranken, bei geimpften Personen um 95 % reduziert. Rund 43 000 Probanden machten bei der Studie mit.

Impfstoff von Moderna («COVID-19 Vaccine Moderna»)

Die Schweiz hat sich für das Jahr 2021 13.5 Millionen Impfstoffdosen und für das Jahr 2022 mindestens 7 Millionen Dosen des US-Herstellers Moderna gesichert. Der Impfstoff zeigte in den Zulassungsstudien eine Wirksamkeit von 94% bei den geimpften Testpersonen. Es nahmen rund 30 000 Probanden an der Studie teil. Seit Januar steht der in der Schweiz produzierte Impfstoff im Einsatz.

Impfstoff von Curevac

Der Bund hat mit dem deutschen Pharmaunternehmen Curevac und der schwedischen Regierung einen Vertrag über die Lieferung von 5 Millionen Impfdosen abgeschlossen. Bei einer Zulassung durch Swissmedic wird der Impfstoff in die Schweiz geliefert. Beim Impfstoff handelt es sich um einen mRNA-Impfstoff.

Sowohl Pfizer/BioNTech, Moderna wie auch Curevac setzen auf eine neuartige, aber über 10 Jahre erforschte Technologie. Die mRNA ist eine Art Botenmolekül, das die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen mit sich trägt. Diese übermittelt den Körperzellen die nötige Information, wie sie ein Virus-Protein herstellen sollen. Sobald das Protein im Körper produziert wird, erkennt es das Immunsystem als körperfremd und produziert so Antikörper gegen das Virus. Die Immunantwort bereitet den Körper auf die Bekämpfung des Virus vor. Dieser Film erklärt, wie der mRNA-Impfstoff funktioniert:

Impfstoff von AstraZeneca («Vaxzevria»)

Der Bund hat mit dem britischen Pharmaunternehmen AstraZeneca und der schwedischen Regierung einen Vertrag über die Lieferung von bis zu 5,3 Millionen Impfdosen abgeschlossen. Die Zulassung von AstraZeneca durch Swissmedic ist zurzeit ausstehend.

Beim Impfstoff von AstraZeneca handelt es sich um einen vektorbasierten Impfstoff („Adenovirus“). Dieser Impfstoff bildet Teile der Hülle des SARS-CoV-2-Virus auf einem ungefährlichen Virus nach. Er bereitet so das Immunsystem auf die Abwehr des Coronavirus vor.