Zuletzt aktualisiert am 26.08.2021

Wann kann ich mich impfen lassen?

Wann und wo Sie sich impfen lassen können, erfahren Sie von den Behörden in Ihrem Kanton. Die Covid-19-Impfung ist für die meisten Personen in der Schweiz gratis.

Wann komme ich dran mit der Impfung?

Die Schweiz hat im Jahr 2021 genügend Covid-19-Impfstoff, um der ganzen Bevölkerung eine Impfung zu ermöglichen. Aktuell können sich alle Menschen ab 12 Jahren in ihrem Kanton impfen lassen.

Erkundigen Sie sich jetzt nach Impfterminen in Ihrem Wohnkanton.

Sämtliche Informationen zur Anmeldung für die Covid-19-Impfung finden Sie auf der Website Ihres Kantons. Über die untenstehende Auflistung gelangen Sie direkt zur entsprechenden Website.

Für allgemeine Auskünfte zur Covid-19-Impfung steht Ihnen die Nationale Infoline Covid-19-Impfung zur Verfügung (täglich 6 bis 23 Uhr):

+41 800 88 66 44

Aargau

ag.ch
+41 62 835 51 10

Appenzell Ausserrhoden

ar.ch
+41 71 353 67 97

Appenzell Innerrhoden

ai.ch
+41 71 788 99 66

Basel-Landschaft

bl.ch
+41 61 552 25 25

Bern

be.ch
+41 31 636 87 87

Freiburg

fr.ch
+41 84 026 17 00

Genf

ge.ch
+41 800 909 400

Glarus

gl.ch
+41 55 645 67 00

Graubünden

gr.ch
+41 81 254 16 00

Luzern

lu.ch
+41 41 228 45 45

Neuenburg

ne.ch
+41 32 889 11 00

Nidwalden

nw.ch
+41 41 618 43 34

Obwalden

ow.ch
+41 840 005 800

St. Gallen

sg.ch
+41 58 229 22 33

Schaffhausen

sh.ch
+41 52 632 70 01

Schwyz

sz.ch
+41 41 819 13 61

Solothurn

so.ch
+41 32 627 74 11

Thurgau

tg.ch
+41 58 345 34 40

Tessin

ti.ch
+41 800 128 128

Uri

ur.ch
+41 41 875 50 70

Wallis

vs.ch
+41 58 433 01 44

Waadt

vd.ch
+41 58 715 11 00

Zürich

zh.ch
+41 848 33 66 11

Impfstrategie

Primäres Ziel der Impfung gegen Covid-19 ist es, besonders gefährdete Personen zu schützen und damit schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle zu verhindern. Damit soll als zweites Ziel die Belastung der Spitäler und Pflegeheime reduziert und das Funktionieren des Gesundheitssystems gewährleistet bleiben. Drittes Ziel ist schliesslich, die negativen Auswirkungen der Pandemie zu reduzieren und die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Deshalb haben bei der Covid-19-Impfung die folgenden Zielgruppen Priorität (in absteigender Reihenfolge):

  1. Besonders gefährdete Personen
  2. Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt sowie Betreuungspersonal von besonders gefährdeten Personen
  3. Enge Kontakte (Haushaltsmitglieder, betreuende Angehörige) von besonders gefährdeten Personen, Personen in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Infektions- und Ausbruchsrisiko (mit altersdurchmischten Bewohnern, z. B. Behindertenheime) sowie alle anderen

Kinder und Jugendliche: Die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna sind für Personen ab 12 Jahren zugelassen.

Allen Jugendlichen ab 12 Jahren wird die Impfung empfohlen. Mit der Impfung können sie sich gegen häufige milde und sehr seltene schwere Covid-19-Erkrankungen schützen. Ebenfalls können negative Auswirkungen von Massnahmen (z. B. durch Isolation/Quarantäne) sowie die Folgen häufiger Exposition (z. B. in Schule/Freizeit) vermieden werden.

Die Empfehlung gilt insbesondere für:

  • Jugendliche mit einer chronischen Krankheit
  • Jugendliche, die enge Kontakte (z. B. Haushaltsmitglieder) von besonders gefährdeten Personen sind, besonders von Personen mit einem geschwächten Immunsystem.
  • Jugendliche, die in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Infektions- und Ausbruchsrisiko wohnen.

Die Impfung von Kindern unter 12 Jahren ist derzeit nicht vorgesehen. Es fehlen momentan die entsprechenden Studiendaten für diese Altersgruppen. Die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna sind in der Schweiz für Kinder unter 12 Jahren noch nicht zugelassen.

Weitere Informationen rund um das Impfen bei Jugendlichen werden zudem im Merkblatt für Jugendliche, sowie in den FAQ beantwortet.

Schwangere Frauen: Die Covid-19-Impfung mit einem in der Schweiz zugelassenen mRNA-Impfstoff wird neu für alle Frauen vor und während einer Schwangerschaft (ab 12 Schwangerschaftswochen) sowie in der Stillzeit empfohlen. Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten sich möglichst bald impfen lassen. Frauen, die bereits schwanger sind und noch keine Impfung erhalten haben, wird die Impfung ab 12 Schwangerschaftswochen (d. h. ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel) empfohlen. Der Nutzen der Impfung in der Schwangerschaft überwiegt mögliche Risiken deutlich. Eine schriftliche Einwilligung der schwangeren Frau ist nicht mehr notwendig, ebenfalls kein ärztliches Attest / keine ärztliche Verordnung. Eine Impfung ist grundsätzlich auch früher in der Schwangerschaft möglich.
Die Impfung vor oder während der Schwangerschaft schützt die Frau und das ungeborene Kind. Schwere Verläufe von Covid-19 sind bei schwangeren Frauen viel häufiger als bei gleichaltrigen nicht schwangeren Personen. Zudem ist das Risiko einer Frühgeburt deutlich erhöht, wenn man sich in der Schwangerschaft mit dem Coronavirus ansteckt.
Es gibt keine Hinweise, dass die Covid-19-Impfstoffe die Fruchtbarkeit bei Frauen oder Männern beeinflussen könnten. Um offene Fragen zu klären, ist ein Gespräch mit einer Ärztin bzw. einem Arzt, mit einer Gynäkologin bzw. einem Gynäkologen oder mit einer Hebamme im Rahmen der üblichen (Schwangerschafts-) Konsultationen empfehlenswert.

Genesene: Personen, die durch einen PCR-Test oder durch einen Antigen-Schnelltest bestätigen können, dass sie an Covid-19 erkrankt sind, können sechs Monate nach der Erkrankung geimpft werden. Diese Person erhält nur eine Dosis des Impfstoffs, weil die Infektion auf das Immunsystem in der gleichen Weise wirkt wie die erste Dosis des Impfstoffs. Eine Impfstoffdosis ist daher nach einer Erkrankung ausreichend, um den Schutz zu verstärken und zu verlängern.

Die sechs Monate sind eine Empfehlung. Im Allgemeinen kann eine Person geimpft werden, sobald sie symptomfrei ist. Damit eine Dosis ausreicht, wird jedoch ein Abstand von 4 Wochen zwischen Erkrankung und Impfung empfohlen. Dieses Impfschema für Personen, die die Krankheit durchgemacht haben, gilt auch, wenn die Infektion zwischen der 1. und 2. Impfdosis stattgefunden hat.

Ausnahmen:

  • Besonders gefährdete Personen sollen bereits drei Monate nach der Erkrankung ebenfalls mit nur einer Impfdosis geimpft werden.
  • Besonders gefährdete Personen mit geschwächtem Immunsystem sollen nach drei Monaten geimpft werden. Sie erhalten zwei Impfdosen im Abstand von etwa vier Wochen.

Ein Antikörpertest soll nicht erfolgen und wird ausdrücklich nicht empfohlen. Denn ein Antikörpertest gibt keinen Aufschluss darüber, wie lange jemand nach einer bestätigten Infektion immun ist.

Diese Schweizer Impfstrategie, die Impfziele sowie die Priorisierung der Zielgruppen orientieren sich an den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie unterscheiden sich nicht wesentlich von den Impfstrategien anderer Länder wie zum Beispiel Frankreich, Österreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich und die Niederlande.

So organisieren Sie einen Impftermin für jemand anderes

Sie können auch für Personen aus Ihrem Umfeld einen Impftermin planen. Prüfen Sie dazu in der obenstehenden Liste, ob in Ihrem Wunschkanton ein Online-Buchungstool vorhanden ist.

Die folgende Checkliste hilft Ihnen, alle dazu erforderlichen Angaben zur betreffenden Person bereitzuhalten. Je nach Kanton können sich die Angaben unterscheiden, die Checkliste (Download PDF) enthält alle potenziell verlangten Angaben:

  • Geschlecht
  • Gehört sie zu den besonders gefährdeten Personen aufgrund einer bestimmten Form einer der folgenden chronischen Krankheiten1?
    • Herzerkrankungen
    • Arterielle Hypertonie / Bluthochdruck
    • Atemwegserkrankungen (u. a. COPD und Lungenfibrose)
    • Chronische Lebererkrankungen, inklusive Leberzirrhose
    • Niereninsuffizienz
    • Diabetes mellitus
    • Adipositas (BMI ≥ 35 kg/m2)
    • Trisomie 21
  • Hat sie Allergien?
  • Hat sie eine angeborene oder erworbene Immundefizienz, Krebs unter Behandlung oder erhält sie eine immunsuppressive Therapie?
  • Falls Frau, ist sie schwanger? Seit wann?
  • Ist sie als Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt oder als Betreuungspersonal von besonders gefährdeten Personen beruflich tätig?
  • Hat sie engen Kontakt zu einer der definierten besonders gefährdeten Personen (erwachsene Haushaltsmitglieder)?
  • Lebt oder arbeitet sie in einer Gemeinschaftseinrichtung (z. B. Heim, …)?
  • Ist sie jemals positiv auf Covid-19 (PCR-/Antigen) bestätigt worden?
  • Hat sie aktuell Fieber oder andere Symptome wie Husten, Halsschmerzen, Brustschmerzen, Kurzatmigkeit?
  • Befindet sie sich aktuell in Quarantäne?
  • Hatte sie jemals eine schwere Reaktion auf eine frühere Impfung?
  • Vorname
  • Name
  • Geburtsdatum
  • Nummer Krankenversicherungskarte
  • SV-/AHV-Nummer
  • Adresse (Strasse und Hausnummer)
  • Postleitzahl
  • Ort
  • Kanton
  • Land
  • Lebensumstände
  • Beruf
  • Kann sie selber ein Impfzentrum besuchen?

1 Die ausführliche Liste der Krankheiten finden Sie unter: Kategorien besonders gefährdeter Personen (PDF, 205 kB)

Hier finden Sie Informationsmaterial zur Covid-19-Impfung.