Zuletzt aktualisiert am 11.08.2022

Wer kann sich impfen lassen?

Alle Personen ab 5 Jahren können sich impfen lassen. Auffrischimpfungen mit einem mRNA-Impfstoff sind für alle Personen ab 12 Jahren empfohlen. Wann und wo Sie sich impfen lassen können, erfahren Sie von den Behörden in Ihrem Kanton. Die Covid-19-Impfung ist für die meisten Personen in der Schweiz gratis.

Wer kann eine Auffrischimpfung erhalten?

Eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff von Moderna oder Pfizer/BioNTech ist ab 4 Monaten nach einer abgeschlossenen Grundimmunisierung für alle Personen ab 12 Jahren empfohlen, insbesondere für besonders gefährdete Personen.

Die Auffrischimpfung wird auch schwangeren Frauen ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel und stillenden Frauen empfohlen.

Durch die Auffrischimpfung wird das Immunsystem an den Erreger erinnert. Der Impfschutz gegen schwere Covid-19-Erkrankungen wird wieder erhöht und verlängert. Für einen bestmöglichen Schutz soll die Grundimmunisierung mit einer Auffrischimpfung kombiniert werden.

Mit den neuen Omikron Subvarianten hat sich der Schutz vor milden Verläufen im Vergleich zu den früheren Virusvarianten verändert: In den Wochen nach der Impfung ist man zu einem gewissen Grad vor einer milden Erkrankung geschützt. Dieser Schutz ist aber weniger gut und nimmt bei allen Personen schneller und stärker ab. Die Impfung schützt nicht vor einer Ansteckung mit dem Virus. Der Schutz vor schweren Verläufen und Hospitalisationen bleibt bestehen und wird durch die Auffrischimpfung wieder verbessert.

Es spielt grundsätzlich keine Rolle für Personen ab 30 Jahren, welcher der zwei verfügbaren mRNA-Impfstoffe verwendet wird. Personen von 18 bis 29 Jahren wird die Auffrischimpfung vorzugsweise mit dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech empfohlen. Personen von 12 bis 17 Jahren wird die Auffrischimpfung mit dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech empfohlen.

Aktuell ist allen Personen ab 80 Jahren eine weitere Auffrischimpfung (nach einer bereits erfolgten ersten Auffrischimpfung) empfohlen. Auch Personen mit einem auf Grund von Krankheit oder Therapie stark geschwächten Immunsystem empfehlen wir eine weitere Auffrischimpfung – wenden Sie sich in diesem Fall an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Eine weitere Auffrischimpfung kann ab 4 Monaten nach der letzten Impfung gemacht werden. Sie erhöht den Impfschutz vor einer schweren Covid-19-Erkrankung zumindest für einen gewissen Zeitraum wieder.

Für die Durchführung der Auffrischimpfungen sind die Kantone zuständig. Wenn für Sie eine Auffrischimpfung empfohlen ist, können Sie sich entsprechend den Angeboten in den Kantonen dafür anmelden. Informieren Sie sich auf der Webseite oder bei der Infoline Ihres Kantons wo Sie sich anmelden und impfen lassen können. Oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt, Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker.

Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (PDF, 297 kB, 10.11.2021)

Weitere Informationen rund um die Auffrischimpfung finden Sie hier und im FAQ.

Covid-19-Impfcheck – Informationen rund um den Zugang zur Covid-19-Impfung bzw. Auffrischimpfung

Möchten Sie sich gegen Covid-19 impfen lassen? Oder sind Sie bereits vollständig geimpft und wollen sich über eine mögliche Auffrischimpfung erkundigen? Mit dem Covid-19-Impfcheck erfahren Sie online in wenigen Schritten, ob und wo Sie Zugang zur Impfung bekommen, und werden zur Anlaufstelle Ihres Kantons bzw. an Ihren Hausarzt oder Spezialisten verwiesen.

Wichtig:

  • Der Covid-19-Impfcheck ersetzt keinesfalls die individuelle ärztliche Beratung.
  • Die Anwendung des Covid-19-Impfchecks kann anonym ausgefüllt werden.

Weitere Informationen zur Covid-19-Impfung finden Sie hier oder telefonisch unter der nationalen Infoline Coronavirus (MO – FR 8 bis 18 Uhr): +41 58 463 00 00

Hier geht’s zum Covid-19-Impfcheck

Impfstrategie: Wer kann sich impfen lassen?

Primäres Ziel der Impfung gegen Covid-19 ist es, besonders gefährdete Personen zu schützen und damit schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle zu verhindern. Damit soll als zweites Ziel die Belastung der Spitäler und Pflegeheime reduziert und das Funktionieren des Gesundheitssystems gewährleistet bleiben. Drittes Ziel ist schliesslich, die negativen Auswirkungen der Pandemie zu reduzieren und die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Empfehlungen für Kinder

Die Impfung wird Kindern von 5 bis 11 Jahren empfohlen, deren Eltern oder Erziehungsberechtigten dies aufgrund der individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung für das Kind wünschen. Es wird geraten, eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung zu machen.

Die Empfehlung gilt insbesondere für:

  • Kinder mit einer chronischen Krankheit
  • Kinder, die enge Kontakte (z.B. Haushaltsmitglieder) von besonders gefährdeten Personen sind, besonders von Personen mit einem geschwächten Immunsystem.

Kindern, die bereits mit dem Coronavirus infiziert waren, wird eine Impfung nur empfohlen, wenn sie zu den oben genannten Personengruppen gehören. Allen anderen genesenen Kindern wird aktuell keine Impfung empfohlen.

Es handelt sich um einen eigens hergestellten Kinder-Impfstoff. Die Dosierung ist niedriger als im Impfstoff für Personen ab 12 Jahren.

Empfehlungen für Jugendliche

Allen Jugendlichen ab 12 Jahren wird die Impfung empfohlen. Mit der Impfung können sie sich gegen häufige milde und sehr seltene schwere Covid-19-Erkrankungen schützen. Ebenfalls können negative Auswirkungen von allfällig geltenden Massnahmen sowie die Folgen häufiger Exposition (z. B. in Schule/Freizeit) vermieden werden.
Die Empfehlung gilt insbesondere für:

  • Jugendliche mit einer chronischen Krankheit
  • Jugendliche, die enge Kontakte (z. B. Haushaltsmitglieder) von besonders gefährdeten Personen sind, besonders von Personen mit einem geschwächten Immunsystem.
  • Jugendliche, die in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Infektions- und Ausbruchsrisiko wohnen

Jugendliche werden vorzugsweise mit dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech geimpft.

Weitere Informationen rund um das Impfen bei Jugendlichen werden in den FAQ beantwortet.

Empfehlungen für schwangere Frauen

Die Covid-19-Impfung mit einem in der Schweiz zugelassenen mRNA-Impfstoff wird für alle Frauen vor und während einer Schwangerschaft (ab 12 Schwangerschaftswochen) sowie in der Stillzeit empfohlen. Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten sich möglichst bald impfen lassen. Frauen, die bereits schwanger sind und noch keine Impfung erhalten haben, wird die Impfung ab 12 Schwangerschaftswochen (d. h. ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel) empfohlen. Der Nutzen der Impfung in der Schwangerschaft überwiegt mögliche Risiken deutlich. Eine Impfung ist grundsätzlich auch früher in der Schwangerschaft möglich.

Die Impfung vor oder während der Schwangerschaft schützt die Frau und das ungeborene Kind. Schwere Verläufe von Covid-19 sind bei schwangeren Frauen viel häufiger als bei gleichaltrigen nicht schwangeren Personen. Zudem ist das Risiko einer Frühgeburt deutlich erhöht, wenn man sich in der Schwangerschaft mit dem Coronavirus ansteckt.

Es gibt keine Hinweise, dass die Covid-19-Imfpstoffe die Fruchtbarkeit bei Frauen oder Männern beeinflussen könnten. Um offene Fragen zu klären, ist ein Gespräch mit einer Ärztin bzw. einem Arzt, mit einer Gynäkologin bzw. einem Gynäkologen oder mit einer Hebamme im Rahmen der üblichen (Schwangerschafts-) Konsultationen empfehlenswert.

Empfehlungen für Genesene

Die Impfung ist auch empfohlen, wenn Sie genesen sind. Sie sind nach der Infektion eine gewisse Zeit vor einer neuen Ansteckung geschützt. Wie lange, ist nicht bekannt. Für einen langfristigen Schutz empfehlen wir Ihnen die Impfung innerhalb von drei Monaten nach der Infektion. Ab 4 Wochen nach einer bestätigten Coronavirus-Infektion ist eine Impfdosis für die Grundimmunisierung ausreichend. Sie können auf die zweite Impfdosis verzichten.

Liegt die Infektion mehr als drei Monate zurück? Dann sollte die Impfung baldmöglichst stattfinden. Auch in dieser Situation benötigen Sie nur eine Impfdosis für die Grundimmunisierung.

Ausnahmen gelten für besonders gefährdete Personen. Erkundigen Sie sich dafür bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.

Informationen zur Auffrischimpfung finden Sie im Abschnitt «Auffrischimpfung – wichtige Fragen und Antworten».

 

Ausnahmen

  • Besonders gefährdete Personen sollen bereits drei Monate nach der Erkrankung ebenfalls mit nur einer Impfdosis geimpft werden.
  • Besonders gefährdete Personen mit geschwächtem Immunsystem sollen nach drei Monaten geimpft werden. Sie erhalten zwei Impfdosen im Abstand von etwa vier Wochen.

Ein Antikörpertest soll nicht erfolgen und wird ausdrücklich nicht empfohlen. Denn ein Antikörpertest gibt keinen Aufschluss darüber, wie lange jemand nach einer bestätigten Infektion immun ist.

Diese Schweizer Impfstrategie, die Impfziele sowie die Priorisierung der Zielgruppen orientieren sich an den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie unterscheiden sich nicht wesentlich von den Impfstrategien anderer Länder wie zum Beispiel Frankreich, Österreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich und die Niederlande.